Ich weiß, der Titel ist ein wenig reißerisch gewählt, aber wenn es nach dem guten Horst Seehofer ginge, sollten alle gewalthaltigen Computerspiele verboten werden. Auffällig ist, dass man nach jedem Amoklauf meint, einen Nährboden für solche Forderungen gefunden zu haben. Meistens werden auf den PCs der Amokläufer sogenannte Killerspiele gefunden, und man zieht dadurch Rückschlüsse auf die Tat.
Obwohl beim Amoklauf von Winnenden das Motiv für diese Tat noch völlig im Dunkeln liegt, rücken gewalttätige Ego-Shooter wieder in den Fokus. Als ob jeder der solche Spiele spielt ein potentieller Killer ist, dann müsste auch der, der sich Pornos anschaut, ein potentieller Vergewaltigter sein. Damit setzt man jeden unter Generalverdacht der solche Spiele konsumiert.
Damit wir uns recht verstehen, Jugendschutz ist wichtig, und ich bin nicht dafür dass solche Spiele in Kinderhände geraten. Nur finde ich es falsch einen Bezug zwischen Killerspiele und dem Amoklauf zu schaffen, ohne das die Gründe dafür feststehen.
Mir ist klar, daß das ein schwieriges Thema ist, und darum bin ich um so mehr auf eure Meinungen gespannt. Sollte man Killerspiele wirklich verbieten, oder sollte man an anderen Punkten ansetzen, wie zum Beispiel das Waffengesetz zu verschärfen?



